are you trying to fall in love again1

im asphalt1

11.06.17

Den Kopf entzweiend
ich bin das ja und das nein

ich stehe bewusstlos neben mir
und nicke entschlossen mit dem Kopf

ich bin das gestern und das morgen
bin das kurz davor und auch das kurz danach

aber davon würde die Welt nicht anders werden
oh doch davon würde die Welt anders werden

nichts bleibt ohne Einfluss
alles ist vergebens

jede Handlung wird im Keim erstickt
ich bin bereit das zu vergessen da es gelogen ist

in bunten Buchstaben schreiben wir die Liebe an die Wände
und übermalen sie anschließend in dunklem Schwarz

wir werfen Licht in die dunkelsten Höhlen hinab
und werfen uns selbst gleich hinterher, schreien von unten rauf noch mach das Licht aus

wir heben den Boden aus auf dem wir stehen und wecken die Toten
und flüstern ihnen Leben in die blähenden Nüstern

sie antworten nicht erstmal nicht
aber wohl hören sie das flüstern und fühlen doch den frischen Luftzug in ihrem verstaubten Inneren

einmal geboren ist das Leben frei
es blickt erschrocken um sich

sieht nur Wände vollgeschrieben in fremden Sprachen und weit und breit weder Leitern noch Türen
und Gesichter und Gesichter und Gesichter und Gesichter und Gesichter und Gesichter

und Körper die zu ihnen gehören über es gebückt stehen sie
werfen lange Schatten übers Neugeborene und wissen nichts davon

es zweifelt nicht es zweifelt nicht es zweifelt nicht es zweifelt nicht es zweifelt nicht
ist deren Existenz so sicher wie der eigenen
nicht im Stande anzuzweifeln die Hände die es tragen füttern schlagen

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I‘m falling
I‘m falling
I‘m falling

I am flying
I am flying
I am flying

And than I crash.

so much work and no love
so much work and no love
so much to say and noone to say it with
so much to say
so much to talk
so much truth
and no lies
so much truth
and noone who cares about it
so much words which are hiding underneath your bed
so much love that doesn‘t dare to step into the plain daylight

so much nothing
that wants to be filled

so much tears
that never are cried

so much love
and noone to give it to

so much grieve
and noone to grieve for

30.04.2017
18:22

La tête est la guerre

Es hatte hier eine Bedeutung gegeben

ich saß im dunklen Zimmer

(sie saß im dunklen Zimmer)

und da saß ich noch immer,

da würde ich noch immer gesessen habe

wenn ich nicht aufgestanden wäre

um fortzugehen

das Alleinsein als Status Quo

als Grundbedingung des menschlichen Daseins

rechtfertigt noch die absonderlichste Ablenkung vom eigenen Selbst

ich kann nichts hören
die Wände sind meterdicke Qualen
aber sie schützen dich nicht
es müsste still sein,
dabei rauscht es

mal zitterst du wie die Blätter im Wind,
mal lässt Du dich übermütig von ihm fortreißen

ich liefere mich aus
ich liefere mich freiwillig aus
ich will fort fort fort
zerschnitten sein
verpackt
es muss nicht unbedingt hübsch sein
Hauptsache zerteilt
in seine Bestandteile aufgelöst

damit der Wahnsinn
sein Kern
gespalten wird
er pochend in jeder Zelle am Leben bleibt
aber doch die Metalltür nicht aufbrechen kann

Wir laufen Gefahr
die Gefahr läuft nicht
sie sitzt
sitzt auf Deiner Brust
das Atmen fällt schwer
aber die Gewohnheit gewöhnt sich für gewöhnlich an alles

II.
Würde ich es zugeben, dass ich mich nach Dir sehne
würde ich zu Dir fahren
würde ich denken ich bin wer würde ich Dich suchen gehen
wäre ich mir dessen sicher hätte ich dich nie bemerkt

würde ich den Fluss durchqueren
ohne Aussicht auf Ufer
wer ich
was ich
ein Fremder auf Abwegen
Vertrauen suchend
sein eigenes Vertrauen beständig heimsuchend
unerbittlich

das Ausmaß meiner eigenen Melancholie enttäuscht mich beständig
nein es überrascht mich nicht
es quält mich
ich kenne es gut
wir müssen uns übergeben
aber nicht in Deinen Armen
wir müssen es vorher tun
und dann später nochmal von vorne

möchte Dir begegnen in dem Gefühl ich zu sein
bin aber immer ich
nur fehlt die Erde zwischen den Zehen von Zeit zu Zeit
der Kopf steht Krieg
und zerstückelt jeden Anflug von Ganzheitlichkeit

la tête est la guerre

7.1.2017

Ich gehe jetzt weg ich gehe jetzt weg ich will jetzt weggehen und sitze eingeklemmt in meiner viel zu kleinen Streichholzschachtel, die mit Erinnerungen vollgestopft ist, aber es sind gar nicht die Erinnerungen, die sich hier stapeln, sondern nur ihre Abzüge, die kiloschweren Negative der schwerelosen Originale, ich möchte im Stehen schlafen, etwas anderes ist in diesem Durcheinander, das doch irgendwie ich bin, auch kaum mehr möglich.
Ich möchte alles anzünden, oder zum Fenster herauswerfen, damit es endlich weg ist, und ich alleine bin, mit mir.

Die leeren Versprechungen sind schwer zu unterscheiden von den lebhaften Begleitern, denen das Blut frischer Vergangenheit noch anhaftet, die schön sind, und wirklich.

Hier nicht sein zu müssen, erfüllt den leeren Raum mit Träumen.

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2.07.2016

Ich denke, ich sitze und denke.
Gestern war mir nach weinen zumute, nun fühle ich mich seltsam abgeklärt, als ob mich das alles gar nichts anginge.
wer bin ich? Was will ich?
Ich will hier weg. Ihr seid alle gar nicht echt. Dass wesentliche hat sich aus dem trüben Augenlicht schon lange verabschiedet, und ich, ich bin müde, so müde,
mir ist alles zugefallen, nur die Augenlider stehen noch weit offen.
Da gibt es niemandem, dem es etwas zu beweisen gilt.
Ihr könntet ebenso gut tot sein.
Und ich, nun ich? Vielleicht ebenso, zucke widerwärtig gegen die fortschreitende Zersetzung an.
Ich will Dich nicht kaputt machen, und ich will auch nicht, dass du mich kaputt machst.

Was ist so geil am kaputtmachen, sich gegenseitig zersetzen, zerfetzen, kann mir das mal einer erklären?
Ich bin doch kein Flachbildfernseher, und Preis habe ich auch keinen.

Ist es mein Leben, dass ihr so nötig zum Atmen braucht.
Verspeist meine Seele, und lächelt treu dabei, und reumütig seid ihr, zu einem Grad dass sich jeder Köter den Kopf abbeißen würde, wäre er anatomisch dazu im Stande.

Ich bin müde, so müde, unendlich müde.

Gibt es da was zu verstehen? Die ganze Welt ist völlig durchgedreht, was gibt es zu erwarten?
Nichts, und immer wieder nichts
und wieder
nichts
und immer wieder
überhaupt nichts

Ich halte den Atem nicht an,
wo ist das alles hin
Puppe trifft Puppe
spiel Dich selbst,
so spiel doch,
zumindest Dich selbst,
wenn du schon sonst nichts kannst.

Die Großstadt und das Dasein der sogenannten Normalen ödet mich an.
Wie lange wird es dauern bis ich Dich anöde, bis Dir meine ständigen Fragen das gewohnte, gewöhnliche, bequeme Dasein traktieren?
Wie lange bis Du mich für das verachtest, was Du einst an mir liebtest?

Ist ein Du nicht immer fiktiv?
Genauso wie ein Ich?

Ich bin niemand. Ich bin einfach. Sonst gar nichts..
Ich bin nicht Die, und nicht Die, und Die auch nicht.

Der Schubladiesierungswahn ist ökonomisches Verwertbarmachen, der Konsum und Profitlogik entlehnt und niemals zurückgegeben, wir haben uns nicht geweigert und jetzt ist es in uns drin, sind wir, Waren der Warenlogik geworden, uns selbst rasend rasant mit Preisschildern versehend.

Ein bisschen tiefer blickend?
Nein DANKE
Ich habe meine BIlder
und ja sie haben mich
Ich habe meine Freunde
und ja sie haben mich
Ich habe mein Haus
und ja es hat mich
Ich habe meine Ideologien
und ja sie haben mich
Meine Ideologien, sie brauchen mich,
und ja, ich brauche sie.
Meine Käufer, die brauchen mich,
und ja, ich brauche sie.
Meine Konsumenten, die brauchen mich
und ja ich brauche sie

Wer Spricht?
Ein Ding, so gewöhnlich, wie Du und Ich.

[Meine Liebe lebt nicht, meine Liebe stinkt, stinkt nach Geld und Leistungsansprüchen
Meine Freiheit bewegt sich nicht. Ich hab sie vergraben zwischen Träumen und unbefangenen Ideen,
tief tief unten
weit unter dem Meeresgrund
denn dort wird nie einer nachsehen, schon gar nicht ich.]

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1.02.2016 14:47
Die Spuren der Verwüstung bleiben blind

Die Spuren der Verblutung sind leer.
Alles ist ausgeblutet
zum sterben aufgehängt
kein Wind weht hier
im alles umschließenden Vakuum
die Zeilen bleiben leer
seltam hingeschliffen, vereist
es tröpfelt stetig Blut aus dem blutleeren Körper
ein Fass ohne Boden
wer ich
oder du
oder ich
oder doch du
die zeit bleibt bewegungslos
rasselt lautlos die Treppen hinab

der Dunst verklärt sich
im Nebel bleibt nichts
tritt hervor um sich selbst auszulöschen
der Kopf steht Krieg
und alles wesentliche erscheint nur versehentlich

lass ein Wort fallen
oder derer zwei
unbedacht
fassungslos
entwirrt
stetig in Veränderung begriffen

die Welt eine Wunde ohne Verbandskasten
ein schriller Schrei im toten Wald
das Echo verblasst auf den erstarrten Gesichtern der blind-Sehenden

es flüstert
es schreit
es flüstert
es wirft
es nichtet
es wird
und wird und wird und wird

nichts

nirgends

ich habe alles was ich brauche
nichts
gar nichts
überhaupt nichts

Die Freiheit kaut sich verbissen die Fingernägel ab
Mein Schatten kauert lauernd in der Dunkelheit
kein Weg zu zweit

jede Biegung
offenbart einen weiteren Abgrund
der schreit
stürz dich, so stürz dich,
stürz dich endlich hinein

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18/7/2016

Ein Vater hatte seine siebenjährige Tochter im Meer ertränkt.
Sie hatte ihm nie ihm Haushalt geholfen.

Der Hintergrund:
Er fand das ungerecht, und sie ein freches, schamloses Luder, dass sich in dem von ihm blutend erkämpften Wohlstand sorglos badete, so wie ein Parasit sich’s im Wirt, ohne Rücksicht auf dessen Verluste, bequem einrichtet.
Sein ganzes Leben lang, hatte er einem verkommenen Ideal von falscher Gerechtigkeit unumstößlich gehuldigt.
So wie sein Vater seine Kinder verprügelt hatte, verprügelte er auch die seinen, alsbald er Vater geworden war.
Jeder Gürtelschlag klatschte im Takt mit einer Rechtfertigung und einer Enschuldigung seiner selbst hernieder.
Du hast dich ehrlos verhalten. Du hast gelogen.
Ich liebe Dich so sehr, dass ich Dir Prügel zufügen muss, auf dass Du ein guter, und rechtschaffener Mensch würdest, so wie auch die aus der Liebe erwachsenen Schläge meines Vaters mich zu einem ehrbaren und rechtschaffenen Manne heranzüchtigen.

er spürte, wie sich seine Lungen langsam mit wasser füllten
er war zum zerbersten angefüllt mit stinkender wirklichkeit

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22/11/16

Es verlangt mir nach Veränderung

die ins Land bricht

ja, wenn man sie brechen lässt

wenn man sich zerbrechen lässt

was sowieso unvermeidbar ist

und den Ohren das Klirren nicht

durch Zuhalten zu ersparen versucht

Man widerspricht sich nicht
Halt’s Maul!

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22/11/16

Wir leben in Zwischenwelten
elektromagnetische Wellen versprechen
uns mit Geliebtem in Verbindung zu
halten über tausende von Kilometern
hinweg
wir drücken die Leertaste
und lassend das Jetzt einfach aus

skip.

12/9/16

Mein Kopf schlägt keine Wunden mehr,
nur noch Wände (und die nicht mal mehr knietief)
Auch der Krieg ist angeblich vorüber.
Ich beiße in die Hand, die mich
füttert, immer wieder, beiße tief hinein.

Deswegen komme ich auch nicht ins Fernsehen,
da kommt das Fernsehen in mich,
da kommt das Fernsehen in mir,
wichst sich in mir einen ab,
lachend
>Ich sehe mit Deinen Augen<>Du siehst mit meinen Augen< ------------------------------------------------------------------------------

20/11/16
If you want
you can cut
out my eyes

with a spoon, carefully
to not scratch them in halves

and pin them onto your walls
so that they will forever

stare at you
with that adamant
expression in it, that you
despised and worshiped,
completely depleted of its subjectivity

of that individual
that lives
behind it that lives
in it

if you want
you can cut out my eyes and pin them onto your walls

are you afraid?
why not
are you afraid of prison,
listen to me, I asked you something
are you afraid of prison

ARE YOU AFRAID OF PRISON

you're such a coward

why would I listen
to your cruel fantasies
anyways,
if you don't even dare
to force them into reality?

Are you afraid of reality
are you afraid of reality
ARE YOU AFRAID OF REALITY?

watching anal fisting porn all day long
do you get afraid
when a girl
is looking into your
eyes?

Yes you do

I just don't
understand
what. is.
wrong. with you.

NO - THING.

everything everything everything everything everything everything
everything everything everything everything everything everything everything
everything everything everything everything everything everything everything
everything everything everything everything everything everything everything
everything everything everything everything everything everything everything
everything everything everything everything everything everything everything
everything everything everything everything everything everything everything
everything everything everything everything everything everything everything

not
one
single
day
was
real

you're ar-ti-fi-cial
life is killing you
a little bit more EACH DAY

every desire that you ever felt inside yourself

IT. NEVER. WAS. YOURS.

IT WAS IMPLEMENTED FROM THE OUTSIDE IN ORDER TO MAKE
YOU BUY IN ORDER TO FIT YOU IN
IN ORDER TO DISARM YOU IN ORDER TO CREATE AN ARMY IN ORDER
TO SWALLOW YOU IN ORDER TO FLATTEN THE EARTH
IN ORDER TO EMPTY YOU
IN ORDER TO FILL YOU UP
WITH OUR LIES OUR FEARS OUR HOPES OUR SOLUTIONS

IT'S NOT YOU
IT'S US
WE LIVE INSIDE OF YOU

we conquer your space
it's ours
not yours

who do you think you are
we made you
we move you
we maintain you

you are noone
you are nothing

without use
without us

don't try to shut us down
we will unplugg you
i promise there will be a god
I promise he will make you pay,
i Promise
no need
to believe
in the good or the bad
we will sacrifice you
if you won't do it yourself

here is your comfortable prison cell
surrounded by walls made of glass
here's a rope
and what is yet to come
true
it is
your free will

noone
forced you
listen
it is
listen
you will
be
no
more

words!

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18/11/16

Lass uns ohne Sinn und Verstand dahinlaufen
alles andere wäre ohnehin vergebens

Ein Stein schlägt tausend Wellen,
doch am Ufer,
am Ufer
belächelt man ihn bloß,
dabei ungeduldig wartend,
dass er am Grund anlangt,
um dort im Schweigen zu versinken.

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Ich werde in jedem Sinne bodenlos
konzipiert
auch bodenlos erzogen.

Es trägt süße wie faulende Früchte.
Ich schwanke auf einsamen Planken über
dem Abgrund

weit unten schimmert irgendeine Art
von Grund, den ich zu erreichen suche,

ein Boden ist das nicht.

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Excuse me mister,
one ticket to paradise please.

Excuse me, how much is it?

Excuse me, but that's ridiculous?

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Eine Theorie des radikalen ent-kaputtens muss her

Viele Menschen drücken sich durch Maschinen aus,
mir ist schlecht.

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13/11/16

Werte Dich ab
entwerte Dich
und verwerte Dich

erarbeite Dir ein neues Ich
und zerstöre es schnell wieder
werde niemand
und das täglich
spare Zeit
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Verliere mich nicht, bitte bitte,
tue das nicht.

Immer suchend, immer.

Das unerwartet gefundene
erschrocken wegwerfend

Verbrannte Finger rückhaltlos
abtrennen.
sich selbst gnadenlos verstümmeln.

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An meinem Körper hängen tausend Apparate.
Ich bin deren Objekt.
Der freie Wille ist ausgetrieben
oder auch freiwillig davon gegangen.

Friss mein Blut
auf dass du dadurch Leben kannst

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26.06.2015

Transmission – being – my own meaning
a world in my head
cause the real world
it sleeps underneath your bed